Titel: salotto urbano
Typus: Architektur
Ort: L’Aquila, Italien
Jahr: 2010
Auftraggeber: Dr. Joachim Blüher (Direktor Villa Massimo), Tobias Piller (Journalist)
Team: Frauke Gerstenberg, Jan liesegang (raumlaborberlin) mit Christian Göthner

Das historische Zentrum von L’Aquila wurde im April 2009 bei einem Erdbeben weitgehend zerstört. Die in vielen Teilen ungeklärte Situation über den Wiederaufbau des historischen Stadtzentrums der Stadt L’Aquila hat dazu geführt, dass die Stadt nach wie vor fast nicht zugängig ist. Das und die wenig transparente Planung und Strategie des weiteren Wiederaufbaus führen zu Unmut und großer Frustration seitens der Bevölkerung. Um den Menschen wieder eine Perspektive zu vermitteln und um die soziale Kontrolle zurück an die Be- wohner von L’Aquila zu geben, schlagen wir vor, die Stadt so schnell und so weiträumig wie möglich wieder öffnen. Auch wenn der Wiederaufbau noch viele Jahre dauern wird, muss man jetzt eine Planungsstrategie erarbeiten, wie es möglich ist, Schritt für Schritt die Stadt wieder zu benutzen und zu bewohnen.

Passend zur Geschichte der Stadt wollen wir beginnen die Plätze der Stadt wieder zu beleben und dadurch die Stadt zu reanimieren. Auch wenn Sanierungen länger dauern, ist der Platz schon begehbar und dadurch ein Stück Stadt zurückerobert.
„Il Salotto“ soll insbesondere für sie einen neuen Möglichkeitsraum in der Stadt bieten und wieder an das städtische Leben an knüpfen. Der Aufbau wird durch Partizipation unterstützt. Durch die verschiedenen Nutzungen, Theater, Diskussionen, Workshops, Open Air Konzerte etc. beginnt eine neue Interaktion zwis- chen Platz und Stadt.