Titel: Sorge um den Bestand
Ort: DAZ / Deutsches Architektur Zentrum
Jahr: 2020 / 2021
Team: Marius Busch – on/off, Christian Göthner – lfm²
Mitarbeit: Daria Dordina
Auftraggeber: BDA
Photos: Leon Lenk Fotografie

Gestaltung der Ausstellung „Sorge um den Bestand“ des BDA im DAZ — Deutsches Architektur Zentrum

In zehn Strategien stellen Architekt*innen und Urbanist*innen ihre Sorge um den Bestand vor: ein Sorgetragen für den Gebäudebestand, für gewachsene soziale Strukturen und für den Fortbestand der Erde. Sie laden ein, die Permanenz von Gebautem und Gewachsenem zu lesen und plädieren für ein Weiterdenken und achtsames Reparieren von Lebensräumen und Wohnkulturen. Sie zeigen, wie sich neue Perspektiven im urbanen und regionalen Kontext durch vernetzte Ansätze, durch gemeinwohlorientierte Kooperationen und durch Beteiligungskonzepte ergeben. Für den künftigen Bestand, also die heute errichteten Gebäude, werden Strategien für den zirkulären Materialeinsatz und eine Offenheit für kommende Anforderungen entwickelt.

Die Installation greift architektonische Elemente wie Böden, Wände oder Träger auf und zeigt diese als einzelne Fragmente, teilweise herausgenommen aus ihrem vorherigen Kontext, teilweise neu hinzugefügt. Die entstandene Collage aus alten Materialien und neuen Konstruktionen stützt die 10 Thesen um Sorge um den Bestand.

Herausgenommen wurde ein Eichenparkettboden, welcher als aufgeständerte Wand, gehalten durch neu hinzugefügte Stützelemente, ein zentrales Element der Ausstellung bildet. Weder die entstandenen Bauteile noch die Räume sind als fertig zu verstehen, vielmehr zeigen sie einen Status Quo, und verstehen sich als Beitrag zum Umgang mit dem Bestehenden.

Ausstellung und Publikation wurden für den Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA von Olaf Bahner, Matthias Böttger und Laura Holzberg kuratiert.

„Sorge um den Bestand. Zehn Strategien für die Architektur“ ist ein Projekt im Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ des BMI / BBSR und wird durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat finanziell gefördert

Link zur Ausstellung