Titel: bis es SOWEIT ist
Typus:  Wettbewerb, Kunst am Bau, engere Auswahl
Ort: Neubau Membranzentrum im Forschungszentrum Jülich
Jahr: 2016
Auftraggeber: Forschungszentrum Jülich
Gestaltung: Christian Göthner, Michael Hensel

„Das Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK) untersucht moderne Energieumwandlungstechniken im Rahmen des Klima- und Umweltschutzes unter Berücksichtigung der beschlossenen Energiewende und betrachtet daher umfassend die Folgen der Energienutzung und der einhergehenden Emissionen.“ ¹
„Die Konzepte für die Energiewende wie auch die dafür erforderlichen Technologien sind bekannt. Aus rein technischer Sicht wird eine vollständige weltweite Energiewende bis 2030 für realisierbar gehalten. Politische und praktische Probleme lassen jedoch erst eine Umsetzung bis 2050 möglich erscheinen, wobei das Fehlen politischen Willens als größte Hürde erachtet wird.“ ²

Dass sich die Energieversorgung der Zukunft in absehbarer Zeit auf erneuerbare Energiequellen konzentrieren wird, ist unstrittig.

Dass die technischen Möglichkeiten vielfältig vorhanden sind, den Energiebedarf der Erde in absehbarer Zeit nachhaltig zu decken, ist ebenso unbestreitbar. Dass der Ausbau der regenerativen Energiequellen möglichst schnell umgesetzt werden soll, scheint gesellschaftlicher Konsens. Trotzdem scheint die Entwicklung hin zur Energiewende zu stagnieren. Noch immer wird aus teils schwer nachvollziehbaren Gründen an fossilen Energieträgern festgehalten. Noch immer fehlen klare politische Richtungsvorgaben. Folgt man der Diskussion um den Klimawandel und der damit verbundenen Auseinandersetzung zur Energiewende, stellt sich die Frage: „Wie weit ist es noch zur Energiewende?“.
Es ist noch so weit. Oder. Es ist bald soweit!
Mit der Doppeldeutigkeit des Schriftzugs „SOWEIT“ fokkussiert die Installation das zeitlich Unbekannte, zwischen jetzt und wann auch immer.